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HIV Therapie

Die HIV-Therapie bringt die Viruslast unter die Nachweisgrenze
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Die HIV-Therapie bringt die Viruslast unter die Nachweisgrenze

HIV-Therapie

Eine regelmäßige Einnahme der HIV-Tabletten führt zu einem erfolgreichen Therapieergebnis. Denn konstante Wirkstoffspiegel auch nachdem die Viruslast schon unter der Nachweisgrenze ist, verhindert das Vermehren des HI-Virus und die Entwicklung von Resistenzen .

Um 11:40 läutet der Alarm. An jedem einzelnen Tag. Da werde ich daran erinnert meine Medikamente einzunehmen. Jeden Tag werde ich an HIV erinnert. Ich hatte es eine Zeit probiert ohne den Alarm auszukommen – jedoch machte mich das eigentlich nur nervös. Die Angst, die Medikamente zu vergessen, ist einfach zu groß.

Anfangs war es schon eine Umstellung – die war aber mehr psychisch als physisch. Mein Arzt hat mir ein Medikament verschrieben,, dass in einer Tablette drei Wirkstoffe enthält. Das ist eigentlich großartig, wenn ich höre wie früher die drei mal täglichen Therapieregime aussahen und was für Nebenwirkungen sie hatten. Ich vertrage die Medikamente seit über zwei Jahren sehr gut und hatte keinerlei Nebenwirkungen . Zum Glück - Dafür bin ich sehr dankbar. Nur der Gedanke, dass ich, voraussichtlich, bis an mein Lebensende jeden Tag eine Tablette nehmen werde, die mich tatsächlich am Leben hält ist nach wie vor ein schwerer Gedanke. Der überkommt mich selten aber doch noch.

Mir wurde öfters berichtet, dass manche eine Problem mit der Größe der Pille haben – dass Schluckbeschwerden auftreten. Zum Glück hatte ich nie dieses Problem Hierfür gibt es auch Hilfen. Man kann manche Tabletten zerkleinern, teilweise gibt es auch flüssige Formulierungen. Das sollte kein Hindernis sein.

Obwohl an einer Heilung geforscht wird, ist der Gedanke an ein HIV-freies Leben sehr weit entfernt. Immer wieder lese ich von neuen Erkenntnissen und möglichen Entwicklungen, von dem Hepatitis C Durchbruch in der Forschung. Da mich jedoch der Virus in meinem normalen Leben nicht wirklich einschränkt, ist der Heilungsgedanke auch nicht so im Vordergrund.

Die Angst, die Medikation zu vergessen ist noch immer präsent – jedoch lange nicht mehr mit der Panik verbunden, die ich anfangs hatte.
Wenn ich die Tabletten nicht regelmäßig einnehme oder vergesse– so der Arzt – dann sinken die Medikamentenspiegel im Blut so stark ab ,dass sich resistente Viren vermehren können, die die Therapie unwirksam machen.  Wenn das geschieht, brauche ich eine andere Therapie und die Therapieregime könnten komplizierter werden.
Kurzum; ich muss ständig meinen Schutzschild aufrecht erhalten, ansonsten wird er Nutzlos und ich brauche eine andere Therapie.

Vor allem hat sich mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, eine gewisse Routine eingespielt – und das ist manchmal genau das Problem.

Wenn ich mich abends frage, ob und wann ich heute das Medikament genommen hatte, weil es schon so ein Automatismus geworden ist, überkommt mich gelegentlich ein unangenehmes Gefühl , weil ich mich einfach nicht an die tatsächliche Prozedur erinnern kann. Mittlerweile habe jedoch ein großes Vertrauen in diese Routine, weshalb sich das Gefühl wieder schnell verflüchtigt.

Jedoch war das gerade Anfangs schlimm. Ich musste immer sehr bewusst die Medikation einnehmen – immer laut vor mich hersagen, dass ich sie gerade genommen habe - weil wenn das Vergessen am Abend auftrat habe ich Stunden lang mit mir selber gehadert. Mich gequält mit der Frage, ob ich meine Tabletten genommen hatte oder nicht.

Eine Freundin von mir hatte sich eine Medikamentenbox gekauft, an dem die Wochentage eigens markiert waren. Leider habe ich bis jetzt keinen gefunden der klein genug für meine Hosentasche ist. Ich kann nicht sagen, ob eine Verpackung mit Datum ein Vorteil wäre.

Obwohl mir damals gesagt wurde, dass ich laut meinen Blutwerten noch ein Jahr warten könnte, war das für mich keine Option. Desto früher ich mit der Therapie anfange, desto besser ist es für meinen Körper. Aber noch wichtiger für mich, war es unter die sogenannte „Nachweisgrenze“ zu kommen.

Der Gedanke Infektiös zu sein belastete mich schwer, da ich mich giftig gefühlt hatte. Ich wollte wieder ein Sexualleben haben. Ich wollte keine Gefahr darstellen. Ich musste akzeptieren, dass mein Leben mit HIV diese Tabletten beinhaltet – desto früher ich mich daran gewöhne, desto schneller wird es zur Normalität. Und das ist mittlerweile der Fall.

Eine nützliche Seite für generelle Informationen ist HIV and more

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